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Das Saatgut muß von allen Fremdkörpern (Staub, Fruchthüllen, Fruchtfleisch) gründlich gereinigt sein |
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Saatgutbeizung gegen eventuell anhaftende Pilzkrankheiten und tierische Schädlinge ist dringend anzuraten |
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Nur keimfreies Aussaatsubsstrat verwenden. Am besten für den Kleingebrauch ist 15-20minütiges Erhitzen auf 90-95°C. Im Backofen gut durchführbar |
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Das Aussaatsubstrat soll durchlässig, nährstoffarm, nicht zu grobkörnig und von leicht saurer Reaktion sein. Humusliebende Arten erhalten ein Gemisch aus gut verrotteter Lauberde, Torf und grobkörnigem Quarzsand oder Perlite. Aus dem Sand sind die schlämmenden, die Erde verdichtenden Feinteile durch Auswaschen zu entfernen. Die meisten Kakteen können in reinem Mineralsubstrat ausgesät werden. |
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Die Aussaat erfolgt am vorteilhaftesten in kleinen Kunststofftöpfen, in Schalen aus Hartplastik oder Styropor. Sie sollten möglichst neu, zumindest müssen sie desinfiziert sein. |
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Nur grobkörnige Samen in doppelter Kornstärke mit Aussaatsubstrat bedecken (Opuntien, Cereen, u.a.). Feine Samen bleiben unbedeckt |
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Lichtzutritt wirkt keimungsfördernd, deshalb nur bei starker Sonneneinsstrahlung zeitweilig durch Abdecken mit Papier oder Schattiermatte leicht beschatten |
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Aussaat ständig gleichmäßig feucht halten, trotzdem Staunässe in den Töpfchen oder Schalen vermeiden. Ein einmaliges völliges Austrocknen kann zu totalem Mißerfolg führen. |
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Das Gießwasser soll keimfrei und von leicht saurer Reaktion sein. Immer nur angewärmtes Wasser verwenden! |
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Aussaaten bis zum Auflaufewn der Sämlinge bei gespannter, feuchtwarmer Luft halten, deshalb mit Glas oder Kunststoffhaube abdecken. Das Schwitz- oder Kondenswasser muß 1-2mal täglich durch 1/2stündiges Lüften (leichtes Anheben der Abdeckung) entweichen. |
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Stets für günstige Keimungstemperaturen sorgen. Die nützliche Bodenwärme vermitteln in zentralbeheizten Räumen die unter der Fensterbank befindlichen Heizkörper. Besser ist das Auslegen der Bodenwanne oder des Vermehrungsbeetes mit elektrischem Bodenheizkabel, das selbst in kleinen Abmessungen erhältlich und über Thermostat und Zeitschaltuhr regulierbar ist. |
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Aussaaten ständig auf Krankheits- und Schädlingsbefall hin überprüfen. Als tierischer Schädling tritt häufig die unscheinbare, jedoch sehr gefährliche Trauermücke auf. Mit Insektiziden genau nach Vorschrift bekämpfen; dabei auf Pflanzenverträglichkeit der Präparate achten. |
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Bald nach dem Auflaufen sind die Sämlinge an Frischluft zu gewöhnen. Die Töpfe mit den aufgelaufenen Pflänzchen werden herausgenommen und separat betreut. Weiterhin Schutz durch Abdeckhaube gewähren, jedoch Luftzufuhr steigern. Nur so können sich die Jungpflanzen gesund und kräftig entwickeln. |
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Sollte trotz aller Vorsicht Pilzbefall auftreten, sind die Schadstellen vorsichtig mit Pinzette oder Hölzchen zu entfernen und mit einem Fungizid (Pilzgift) zu behandeln. Sofern die Sämlinge schon genügend erstarkt sind, werden sie sofort in keimfreies Substrat umgesetzt. Pilzbefall kann binnen weniger Stunden den gesamten Sämlingsbestand eines Aussaatgefäßes vernichten. Den Sämlingen mit schwach konzentrierten Volldüngergaben (0,5‰) in etwa 10tägigen Abständen die notwendige Ernährungsgrundlage geben. |