Aussaaterde

Auf den Boden der Saatschale oder L der Aussaattöpfe gibt man nach Möglichkeit eine 2 cm hohe Torfmoos- (Sphagnum)- Schicht. Diese Moosart hat einen pH-Wert von 3 bis 3,2 bei einem nur minimalen Nährstoffgehalt. Dieses Moos vermag in seinen langgestreckten toten Zellen große Mengen Wasser aufzunehmen und langsam wieder abzugeben. Es enthält noch Feuchtigkeit, wenn es äußerlich bereits trocken erscheint. Weiterhin halten sich erfahrungsgemäß im Sphagnum keine Wurzelläuse, sofern es noch einigermaßen frisch und nicht .etwa schon mehrere Jahre alt ist. Über dem Sphagnum füllt man eine leichte, gut sandige Kakteenerde bis fast zum Rand der Schale oder der Töpfe ein. Ein Anteil von 10 bis 20 % Perlite in dieser Erde fördert die Wurzelbildung der Sämlinge. Die Erde kann man zuvor durch Dämpfer keimfrei machen. Auf die Erde bringt man schließlich eine 1 bis 2 mm dicke Ziegel- oder Lavagrusschicht. Diese ist rein mineralisch und kann nicht verpilzen. Sie verhindert eine Verkrustung der Oberfläche der Saaterde und regt die Sämlinge zu starker Wurzelbildung an. Ziegel- oder Lavagrus müssen aber auf eine Korngröße von 1 bis 1,5 mm Durchmesser abgesiebt werden. Sodann muß man ihn waschen, um die Staubbestandteile zu entfernen, denn diese führen zu einer Verschlammung und Verkrustung. Auch die grobsandigen Körnungen von Vermiculit oder Bimskies können als Bestandteil oder zum Abdecken der Aussaaterde benutzt werden. Nach Einbringen der Erde werden die Aussaattöpfe oder -schalen kurz auf der Unterlage aufgestoßen. Hierdurch setzt sich die Erde etwas. Bei Aussaat in eine Schale kann man sodann die Aussaatfläche durch Glasstreifen oder eingelegte Etiketten für die einzelnen Arten in Felder unterteilen. Man darf auch nicht vergessen, zu jeder Samensorte ein Etikett mit dem Namen der Art einzustecken. Ergänzend wird man sich auch die Herkunft des Saatgutes und das Datum der Aussaat notieren. Damit sind nun alle Vorbereitungen für die Aussaat getroffen.

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